Geocom und AED-SICAD entwickeln gemeinsame Utility Network Lösung

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Geocom und AED-SICAD entwickeln gemeinsame Utility Network Lösung

21.10.2019

Mit dem Zusammenschluss von Geocom und AED-SICAD unter dem Schirm der VertiGIS ergeben sich Synergien, welche die Basis für die Weiterentwicklung einer gemeinsamen Utility Network Lösung mit ArcGIS Pro sind.

Beide Unternehmen wurden bereits von Esri Inc. für das Utility Network Speciality Program zertifiziert. Die Diskussion zwischen Gerald Kreuwel (PM Utilities, AED-SICAD) und Christoph Spörri (CTO, Geocom) gibt Ihnen einen Einblick in aktuell laufende gemeinsame Entwicklungen.

Kreuwel: «Nachdem wir lange mit Esri über das neue Utility Network und die neuen Entwicklungen im Bereich Web-GIS diskutiert haben, wollten wir 2018 nicht länger warten und unsere Utility-Funktionen in das neue Framework von ArcGIS Pro integrieren. Wichtige Funktionen für Navigation, die Darstellung der Sachdaten und die Funktionalitäten für Selektion und Objektliste konnten wir bereits erfolgreich implementieren. Wir freuen uns sehr, nun das umfangreiche Vorhaben mit vereinten Kräften angehen zu können.»

Utility Network Attributes

Spörri: «Ja, das sehe ich auch so. Besonders da wir das gleiche Verständnis von einem Utility Network Informationsmodell haben, das wir in der Datenbank ablegen und über die Sachdatenanzeige präsentieren. Wir sind übrigens mit unseren Berichten und Längsprofilen ähnlich vorgegangen. Das sind Funktionsbereiche, die für unsere Kunden sehr wichtig sind.»

Utility Network Profile

Längsprofil entlang einer Gasleitung in ArcGIS Pro. Zusätzlich zu der Leitung (orange Linie) werden auch Baumbewuchs (grüne Punkte), Oberfläche (grüne Linie), Höhen und Kilometrierung der Gasleitung angezeigt.

Kreuwel: «Das wird nicht nur den GEONIS Kunden gefallen. Ich kenne einige weitere Interessenten. Aber sag mal, wart ihr auch so beeindruckt von den Möglichkeiten des neuen Utility Networks? Esri hat doch viele der Grundprinzipien, die wir für die Netzverfolgung für wichtig halten und angeregt haben, bereits umgesetzt.»

Spörri: «Ja, Esri hat da sehr viele Funktionalitäten eingebaut, welche unseren Kunden einen zusätzlichen Nutzen bringen werden. Ich denke da zum Beispiel an die Subnetworks. Durch eine korrekte Modellierung des Netzverhaltens kennen künftig alle Elemente im Netz ihre Versorgungsquelle beziehungsweise wissen, zu welchem Subnetwork sie gehören. Somit ist transparent, was wie im Netz zusammenhängt und wie es versorgt wird.»

Utility Network

Durch die Bildung der Subnetworks erhalten alle Elemente zusätzliche Informationen wie den Namen der Druckzone, den minimalen und maximalen Druck und weitere Eigenschaften. Neu ist die Möglichkeit, topologische Verbindungen und Beziehungen über Attribute zu speichern. Damit können zum Beispiel Anschlüsse ohne interne Leitungen korrekt erfasst werden (blau gestrichelte Linien).

Spörri: «Nun brauchen Energieversorgungsunternehmen nicht nur Tracing-Funktionen, sie müssen auch Daten vernünftig erfassen und bearbeiten können. Wie seid ihr da vorgegangen? Hältst du es für sinnvoll, alle bestehenden Zeichentools eins zu eins in die neue Welt zu übernehmen?»

Utility Network Report

Schadensberichte für Gasleitungen können in ArcGIS Pro, in Webclients oder auch in nativen Clients erstellt werden.

Kreuwel: «Nein, das werden wir so nicht tun. Wir haben für alle wichtigen Funktionen analysiert, ob es bereits ein vergleichbares Pendant in ArcGIS Pro gibt. Dort, wo es nötig und sinnvoll ist, bieten wir Ergänzungen oder Erweiterungen zu den ArcGIS Tools an, ohne dabei die Standardfunktionen zu beeinflussen. Wir mussten dafür unser Konzept der Katalogdienste anpassen. Die ”Edit Instructions”, die jetzt entstanden sind, bieten wieder die Möglichkeit, dedizierte Arbeitsabläufe in der Erfassung etwa für Hausanschlüsse, Querschnitte, Stationseinführung und, ja, auch für Bemassungen, abzubilden.

Eine wichtige Grundüberlegung, die Esri uns mitgegeben hat, betrifft das Plattformdenken: Bei jeder Funktionalität stellen wir uns die Frage, ob sie in den Gedanken eines Web-GIS passt: Wir müssen davon ausgehen, dass alle Erfassungsfunktionen über die ganze Plattform vom Desktop-GIS über Web-GIS bis zum mobilen GIS verfügbar sein müssen. Unser Planning Manager ist bereits seit längerem sowohl im Desktop- als auch im Web-Umfeld einsetzbar. Nachfolgend das Beispiel, wie es in ArcGIS Pro aussieht.»

Utility Network Pro Planning

Spörri: «Ich denke, dass wir in den Monaten der gemeinsamen Zusammenarbeit schon sehr gut vorangekommen sind. Wir haben ein klares Bild, wie wir die gemeinsame Lösung weiterentwickeln.»

Kreuwel: «Ja, das sehen wir genauso. Wir freuen uns, das gemeinsame Ergebnis unseren Kunden präsentieren zu können.»